Nebenwirkungen

Neuerscheinung

Nebenwirkungen

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie … Okay, in diesem Buch gibt es kaum Risiken, aber viele Nebenwirkungen. Es ist die fünfte Publikation von Jean-Marie Backes – JEM und…schon wieder keine Literatur, das soll es auch nicht sein. Es sind dies Nebenwirkungen aus einem Alltag, der immer rasanter erscheint, alles immer sofort, schnell und perfekt. Große Themen prägen die Medien: Terror, Flüchtlinge, Finanzkrisen, Verlust von Arbeitsplätzen, in den Dörfern verschwinden Postämter und die drohende Verarmung beschäftigen die Menschen.

Mit diesen Nebenwirkungen der heutigen Zeit befasst sich der Autor auf sympathische und lebensfrohe Weise, denn er zeigt, dass die Zeiten auch nicht besser oder schlechter sind als früher – nur anders. Er besucht Sammler, Bastler, Macher, Sprecher, sieht eine sehr berühmte weil sehr spezielle Postkarte, eine Allee, die keine mehr ist, er spricht mit dem Weihnachtsmann, besucht einen äusserst traditionsreichen Gesangverein und präsentiert den perfekten Nachrichtentag.
Flüchtlinge sind auch ein Thema: In einem längst vergessenen Text
beschreibt ein Mann die Flucht der Luxemburger bei der deutschen Invasion am 10. Mai 1940. Dieser ist im luxemburgischen Original abgedruckt.

Der Autor sammelte auch liegen gelassene oder verlorene Notizen, ein Jahr lang. Haben Sie mal einen Merkzettel verloren? Dann gucken Sie mal, vielleicht finden Sie ihn ja in diesem Buch wieder …

168 Seiten DIN A5
ISBN: 978-99959-812-6-6
Preis: 14,80 Euro
Bestellung auf BCEE: LU57 0019 6303 7596 3000
Vermerk: Nebenwirkungen
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Probelesung:

Die Probe beginnt, ich schaue mich im Saal um: Geprägt wurde und ist der Chor von Laurent Menager, einem der berühmtesten Komponisten Luxemburgs und echter Pfaffentaler.

Menager war auch am 29. Juni 1857 Mitbegründer des Sang & Klang. An einer Wand hängt ein großes Porträt von Großherzog Henri, neben dem Großherzog ein roter Hinweis auf das Rauchverbot. An der Pin-Wand hängt neben diversen Zeitungsartikel eine Todesanzeige von Serge. Die beiden Uhren im Saal sind von einer Zigarettenmarke gesponsert, eine der Uhren funktioniert nicht mehr. Die Probe läuft, große Disziplin. »Zweite Stimme nochmals ohne Piano, weil die dritte Reihe geht noch nicht«, sagt der Dirigent. Ich gehe weiter durch den Saal, großformatige Schwarz- Wei Foto in kunstvollen Rahmen zeugen von Konzerten und Festen der Großfamilie Sang & Klang, dazwischen eine schwarz-weiße leicht vergilbte Autogrammkarte vom international anerkannten luxemburgischen Trompeter
Tony Schuster. Ein Foto sticht hervor: Banquet 1918 steet auf dem alten Foto, nur haben sich schnauzbärtige Männer am Tisch aufgestellt.

Als Fotozeile steht dort:
Menu: 2 sètres pommes de terre,
25 portions de choucroute,
22 ¼ livre saucisson,
1 ½ livre de moutarde,
1 hectolitre bière.
Hier im Pfaffental wusste man schon immer wie Feste richtig gefeiert werden. Ein anderes Foto wurde am Einweihungstag des Gebäudes und des 65. Jubiläums 1922 gemacht und auf diesem sind über 50 Sänger zu sehen Fast gänzlich vergilbt ist der Tableau d’honneur von 1894, der nebenan hängt.
Die Probe läuft immer noch. »Der Bariton bitte noch mal den Gloria, und dann alle zusammen nochmals die beiden letzten Reihen«, sagt der Dirigent mit sanfter Stimme. Si üben Weihnachtslieder in deutscher, französischer, englischer und luxemburgischer Sprache. 90 Minuten nonstop intensiv Probe ohne Pause, eine beachtliche Leistung der Aktiven.

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